Beat Portmann
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Beat
Portmann, geboren 1976 in Luzern.
Vorkurs an der Jazzabteilung der
Musik-
hochschule Luzern, lebt als freier Autor
und Singer/Songwriter in
Luzern. Er
wurde mit einem Werkpreis des Kantons
und der Stadt Luzern
ausgezeichnet.
«Durst» ist sein erster Roman.
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Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller auf Themensuche, lebt in Emmenbrücke,
einem Ort mit Industrie, Natelantennen und günstigem Wohnraum. Doch
Emmenbrücke hat nicht nur eine laute Autobahn und hohe Ausländerquoten.
Genauso wie der Kreis 5 in Zürich ist Emmenbrücke ein lebendiger
multikultureller Ort.
Da sein neues Buch ein Krimi werden soll und er auf der Suche nach
Inspiration ist, gibt sich Beat Portmanns Erzähler als Privatdetektiv aus.
Bevor er weiss, wie ihm geschieht, ist er in eine Mordgeschichte verwickelt.
Interview: Fatima Vidal
F.V.: Beat Portmann, Ihr Hauptprotagonist gefällt von der ersten Seite an.
Was meinen Sie, warum ist dem so?
Beat Portmann: Vielleicht, weil sich der Leser mit ihm identifizieren kann.
Anders als manch herkömmlicher Detektiv ist er keineswegs so souverän
und abgebrüht, um auf Intuition und Zugefallenes verzichten zu können.
Irgendwie tastet er sich so in der Geschichte weiter vorwärts, mal naiv,
mal schlitzohrig, muss dabei von Prinzipien abweichen und ist doch immer
um Haltung bemüht.
F.V.: Sie sind Musiker, Songwriter und Autor. Wann haben Sie den
Entschluss gefasst, einen Roman zu schreiben?
Beat Portmann: Diesen Entschluss hab ich schon ein paar Mal gefasst,
zum ersten Mal glaube ich mit dreizehn Jahren. Oft ist es dann aber
über einen Entwurf nicht hinausgegangen.
F.V.: Wie lange haben Sie an Ihrem Erstlingswerk «Durst» geschrieben?
Beat Portmann: Recherchen und Erkundigungen eingerechnet wohl ein
gutes Jahr.
F.V.: Viele Autor/innen fragen sich, wie man Zeit findet, um regelmässig
schreiben zu können. Wie haben Sie das Zeitthema gelöst?
Beat Portmann: Ich arbeite auf dem Gartenbau, und hab daher während
der Winterpause jeweils drei bis vier Monate Zeit, mich dem Schreiben
zuzuwenden.
F.V.: Wie haben Sie einen Verlag gefunden?
Beat Portmann: Fachbuchverlage, zum Beispiel, kamen nicht in Frage.
Dann hab ich mir auf den Internetseiten der Verlage ihre Anforderungen
bezüglich Textlänge, Inhaltsangabe, Schriftgrösse usw. angeschaut (Amman
z.B. braucht speziell grosse Schrift). Dann habe ich eine erste Sendung von
18 massgeschneiderten Typoskripten verschickt - und zum grossen Glück
ziemlich schnell zwei interessierte Verlage gefunden. Was mir das Wiederholen
des Vorgangs ersparte.
Ich hatte mir vorgenommen, so nachund nach, an die hundert Verlage
anzuschreiben.
F.V.: Viele Autor/innen bewerben sich viele Male erfolglos um Werk- und
Förderbeiträge. Ihr Erstlingswerk wurde von Gemeinde, Stadt und Kanton
unterstützt. Waren Sie mit Ihren Gesuchen sofort erfolgreich?
Beat Portmann: Ich muss das zuerst richtigstellen: Die Unterstützung
beläuft sich in diesem Fall lediglich auf einen Druckkostenzuschuss an
den Verlag. Ich hab vor Jahren für ein anderen Romanentwurf von
Kanton und Stadt Luzern einen Werkbeitrag erhalten. Für „Durst“ selber
hab ich mich um keinerlei Unterstützung bemüht. Auch hier brauchts
einen langen Atem, und oft auch, leider, die richtigen Beziehungen.
F.V.: Haben Sie weitere Romanprojekte?
Beat Portmann: Ja, ich bin zurzeit mit einem Nachfolgeprojekt beschäftigt.
Vielen Dank, Beat Portmann
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Der serbische Reiseunternehmer Zoran
Slavković wird
in anonymen Briefen mit Ivo-Andrić-Zitaten bedroht.
Er
beauftragt einen jungen, abgebrannten Schriftsteller,
der sich als Detektiv
ausgibt, mit der Suche nach dem
Verfasser. Doch bevor dieser die
Ermittlungen aufnehmen
kann, ist Slavković auch schon tot, hingerichtet
nach
angekündigter osmanischer Art. Seine Witwe will, dass
der vermeintliche
Detektiv weitermacht. Die Spurensuche
führt ihn bald ins Drogen- und
Rotlichtmilieu und in
Geldwäscherkreise der guten Schweizer Gesellschaft.
Zusätzlich kommt ihm eine Frau in die Quere, von der er
aber bald mehr
möchte, als er sich selber eingesteht.
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Während Rechtspolitiker Unterschriften
für die Initiative «Einbürgerungen vors Volk»
sammeln und in Frankreich die
Fussballweltmeisterschaft anläuft, gerät der
Schriftstellerdetektiv immer
tiefer in die unvergangene Vergangenheit des
Bosnienkrieges.
Beat Portmann
Durst
ISBN-13: 978-3-85791-561-1
ISBN-10: 3-85791-561-7
Limmat Verlag, Zürich
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