Fünf Fragen an: Tim Krohn
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Interview: Fatima Vidal für Schreibszene
Schweiz (SchSch)
SchSch: Tim Krohn, warum schreiben Sie?
TK: Ich mache ja auch Musik, manchmal
arbeite ich für Film und Theater ...
Generell
interessiert mich, je länger je mehr, das Erzählen
von Geschichten,
in welchem Medium auch
immer. Schreiben ist ein Mittel zum Zweck.
SchSch: Wo
holen Sie sich Ihre Inspiration?
TK: Es klingt immer wieder etwas maniriert,
aber irgendwie finden die
Geschichten mich,
ich kann nicht mehr tun, als sie freizulegen.
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Bild: Regula Bearth
SchSch: Wie
gehen Sie vor beim Schreiben, wissen Sie Anfang,
Mitte und Schluss, bevor Sie
sich an das Stehtischchen
schmiegen? Sind die Figuren ausgearbeitet, die
Rückblenden
eingeplant?
TK: Jede Geschichte hat einen Kern, den es zu finden
gilt, das ist oft ein
Prozess über mehrere Jahre. Aus diesem Kern
heraus - so man ihn irgendwann
findet - erklärt sich alles: die Form,
die Sprache, die Perspektiven ... Man
kann nicht mehr tun, als
der Geschichte bestmöglich zu dienen, und die Mittel
verwenden,
die dazu taugen.
SchSch: Leben Sie vom Schreiben oder üben Sie
heimlich noch
weitere Aktivitäten aus, wie zum Beispiel Werbetexten, Zeitungen
austragen, und ähnliches?
TK: Heimlich nicht, doch ich unterrichte auch mit einem marginalen
Pensum am
Literaturinstitut in Biel
SchSch: Wären Sie ein Tier, wären Sie dann ein
Gämsi, ein Adler oder
ein Füchsli?
Chinesisch betrachtet bin ich eine Schlange, meine Lieblingstiere als
Kind
waren Menschen, Delfine und Geparde, doch meist bin ich einfach ein
Affe.
Tim Krohns Hummeli-Homepage mit vielen
Informationen und Hörproben: www.timkrohn.ch
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